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Heizung verliert Druck ohne sichtbares Leck: Ursachen

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Verliert die Heizung Druck, ohne dass ein Leck zu sehen ist, steckt meist eines von vier Dingen dahinter: ein Ausdehnungsgefäß mit zu wenig Vordruck, ein tropfendes Sicherheitsventil, ein verlierender Entlüfter oder eine verdeckte Undichtigkeit in einer Leitung. Beobachten und dokumentieren können Sie selbst, die Ursachen prüft der Fachbetrieb.

Was am Manometer normal ist und was nicht

Beim Aufheizen dehnt sich das Wasser aus, der Druck steigt leicht an. Beim Abkühlen sinkt er wieder. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern liegt der Druck bei kalter Anlage häufig bei etwa 1 bis 2 bar. Maßgeblich ist die Angabe Ihres Herstellers. Auffällig ist ein Druck, der trotz konstanter Bedingungen von Woche zu Woche sinkt, oder ein Druck, der sich nach dem Aufheizen deutlich über das übliche Maß erhöht.

Mögliche Ursachen ohne sichtbares Leck

UrsacheTypische AnzeichenWer kümmert sich?
Ausdehnungsgefäß: Vordruck zu niedrig oder Membran defektDruck schwankt stark, steigt beim Aufheizen deutlich, fällt beim Abkühlen stark abFachbetrieb prüft Vordruck und Gefäß
Sicherheitsventil tropft oder öffnet kurzWasser im Ablauf, Druck fällt nach AufheizenFachbetrieb
Automatischer Entlüfter verliert WasserFeuchte Stelle oder Kalkspur am Entlüfter, Luft in der AnlageFachbetrieb, Sichtprüfung durch Sie möglich
Luft in der Anlage wird entlüftetDruck fällt nach dem Entlüften, danach stabilNachfüllen nach Anleitung, Beobachten
Verdeckte Leitung oder Verbindung undichtDruck fällt gleichmäßig, Wasserverbrauch am Nachfüllen steigt, Feuchtigkeit nicht sichtbarFachbetrieb, bei Bedarf ergänzende Verfahren zur Ortung

Ausdehnungsgefäß

Das Ausdehnungsgefäß nimmt die Ausdehnung des Heizwassers beim Aufheizen auf. Ist der Vordruck zu niedrig oder die Membran defekt, steigt der Druck beim Aufheizen stark an und fällt beim Abkühlen entsprechend tief. Der Zustand lässt sich nur bei drucklos gemachtem Gefäß prüfen. Das ist Sache des Fachbetriebs.

Sicherheitsventil

Öffnet das Sicherheitsventil, weil der Druck zu hoch war, läuft Wasser in den Ablauf. Das merkt man oft nur am Druckverlust. Gelegentlich bleibt das Ventil danach nicht mehr dicht und tropft dauerhaft. Eine Ursache ist häufig wieder ein ungeeignetes Ausdehnungsgefäß.

Entlüfter

Automatische Entlüfter am Wärmeerzeuger oder an Steigleitungen können mit der Zeit undicht werden. Kleine Mengen verdunsten, ohne eine Spur zu hinterlassen. Eine Kalkspur oder eine feuchte Stelle am Entlüfter sind ein Hinweis.

Verdeckte Leitungen

Leitungen in Wand, Decke oder Estrich können undicht sein, ohne dass Wasser sichtbar wird. Typisch ist ein stetiger Druckverlust, der nicht auf Entlüften zurückgeht. Für den Verdacht auf ein verdecktes Leck kann ein Wärmebild Hinweise geben, zum Beispiel bei Flächenheizungen. Es ist aber kein alleiniger Nachweis. Mehr dazu auf der Seite zur Thermografie bei Heizung und Fußbodenheizung.

Das können Sie selbst tun

  1. Druck am Manometer über mehrere Tage notieren, jeweils zur selben Tageszeit und im selben Anlagenzustand (kalt oder warm).
  2. Sichtprüfung am Wärmeerzeuger, an Entlüftern, Ventilen und Heizkörperanschlüssen auf Feuchtigkeit oder Kalkspuren.
  3. Ablauf des Sicherheitsventils ansehen: Tropft Wasser oder ist die Leitung feucht?
  4. Nicht dauerhaft nachfüllen. Jede Füllung bringt frisches Wasser mit Kalk und Sauerstoff in die Anlage. Mehr dazu unter Heizungswasser.
  5. Datum, Menge und Druck beim Nachfüllen notieren und der Diagnose mitgeben.

Wichtig

Wenn Sie Feuchtigkeit an Stromleitungen, an der Regelung oder am Boden bemerken oder Wasser austritt, schalten Sie die betroffene Anlage nach Bedienungsanleitung ab und lassen Sie die Ursache klären. Arbeiten am Ausdehnungsgefäß, am Sicherheitsventil und an Leitungen gehören nicht in Laienhand.

Wann der Fachbetrieb gefragt ist

Spätestens, wenn der Druck wiederholt fällt, das Sicherheitsventil tropft oder die Anlage wegen zu niedrigen Drucks abschaltet. Bei der Druckverlust-Prüfung klären wir Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil, Entlüfter und Verbindungen und nennen die Ursache. Wir arbeiten an Anlagen bis ca. 100 kW im Raum Reichenbach/Vogtland und im Umkreis von etwa 50 km. Verschleiß- und Ersatzteile werden separat nach Angebot berechnet, Zusatzarbeiten nur nach Freigabe.

Häufig gestellte Fragen

Warum verliert die Heizung Druck ohne Leck?

Auch wenn nichts nass ist, kann der Druck fallen: Das Ausdehnungsgefäß hat zu wenig Vordruck, das Sicherheitsventil tropft in den Ablauf, ein Entlüfter verliert Wasser, Luft entweicht beim Entlüften oder eine Leitung ist unter Putz oder im Boden undicht. Auch sehr kleine Verluste an Verbindungen verdunsten, bevor man sie bemerkt. Welche Ursache bei Ihrer Anlage vorliegt, klärt die Diagnose.

Wie stark darf der Druck schwanken?

Ein leichter Anstieg beim Aufheizen und ein Rückgang beim Abkühlen sind normal. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers und der Vordruck des Ausdehnungsgefäßes. Schwankt der Druck stark oder fällt er von Tag zu Tag, sollte die Ursache geklärt werden. Notieren Sie dazu den Druck über einige Tage jeweils zur selben Tageszeit.

Was tun, wenn der Druck nach dem Nachfüllen wieder fällt?

Dann hat der Druckverlust eine Ursache, die sich durch Nachfüllen nicht beheben lässt. Füllen Sie nicht mehrfach nach, weil jede Füllung frisches Wasser mit Kalk und Sauerstoff einbringt. Notieren Sie, wie viel und in welchem Abstand der Druck fällt, und lassen Sie die Anlage prüfen.

Darf ich selbst Wasser nachfüllen?

Gelegentliches Nachfüllen nach dem Entlüften ist üblich, sofern es in der Bedienungsanleitung vorgesehen ist. Füllen Sie nur bei kalter Anlage und langsam bis zum Wert, den der Hersteller nennt. Wenn Sie nicht sicher sind, wie der Füllanschluss Ihrer Anlage funktioniert, lassen Sie es vom Fachbetrieb machen.

Zum Ablauf siehe Heizung verliert Druck. Termine vergeben wir Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, die Rückmeldung erfolgt am nächsten Werktag. Sie erreichen uns unter 03765 / 610953 oder über die Terminanfrage. Weitere Beiträge finden Sie im Ratgeber.


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