Druckverlust
Heizung verliert Druck: Ursache finden und beheben
Verliert Ihre Heizung ständig Druck oder müssen Sie oft Wasser nachfüllen, liegt ein Fehler in der Anlage vor. Häufige Ursachen sind ein defektes Ausdehnungsgefäß, ein tropfendes Sicherheitsventil oder eine undichte Stelle. Wir prüfen die Anlage, grenzen die Ursache ein und erstellen ein Angebot.
Servicezeiten Mo–Fr 8–16 Uhr · Rückmeldung am nächsten Werktag
Ursachen
Warum verliert die Heizung Druck?
Der Druck in einer Heizungsanlage sollte im Betrieb nahezu konstant bleiben. Fällt er wiederholt ab, gibt es dafür meist einen der folgenden Gründe. Ausführlich: Heizung verliert Druck ohne sichtbares Leck.
Ausdehnungsgefäß
Es gleicht Druckschwankungen aus. Ist es defekt oder falsch eingestellt, schwankt der Druck stark oder fällt ab.
Sicherheitsventil
Tropft das Ventil oder öffnet es zu früh, geht Wasser verloren und der Druck sinkt.
Undichte Verbindungen
Verschraubungen, Armaturen, Heizkörperanschlüsse oder Pumpen können tropfen, oft nur in kleinen Mengen.
Luft in der Anlage
Nach dem Entlüften sinkt der Druck, weil die Luft entweicht. Das ist kein Leck, erfordert aber Nachfüllen.
Verdeckte Leitungen
Leitungen im Boden oder in der Wand können undicht sein, ohne dass Wasser sichtbar ist. Dazu mehr im Abschnitt „Leckverdacht“.
Leistungsumfang
Das prüfen wir
Wir prüfen die Anlage systematisch und grenzen die Ursache ein. Die Tabelle zeigt die Prüfpunkte.
| Prüfpunkt | Was wir tun | Ergebnis für Sie |
|---|---|---|
| Ausdehnungsgefäß | Zustand und Vordruck prüfen | Befund im Protokoll |
| Sicherheitsventil | Funktion und Dichtheit prüfen | Befund im Protokoll |
| Zugängliche Verbindungen | Verschraubungen, Armaturen und Anschlüsse auf Undichtigkeiten prüfen | Befund im Protokoll |
| Anlagendruck | Druckverlauf beurteilen und Entlüftung prüfen | Einschätzung der Ursache |
| Eingrenzung | Ursache eingrenzen, bei verdecktem Leck Fachleckortung empfehlen | Empfehlung für den nächsten Schritt |
Verschleiß- und Ersatzteile werden separat nach Angebot berechnet; Zusatzarbeiten nur nach Freigabe.
Wasser nachfüllen
Heizung Wasser nachfüllen: wann und womit?
Nachfüllen ist gelegentlich normal, etwa nach dem Entlüften. Müssen Sie regelmäßig nachfüllen, deutet das auf Luft oder einen Wasserverlust hin. Dann sollte der Fachbetrieb die Ursache prüfen.
Wann nachfüllen
Wenn der Druck unter den Mindestdruck Ihrer Anlage fällt. Den Wert finden Sie in der Anleitung. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern liegt er bei kalter Anlage häufig bei etwa 1 bis 2 bar.
Vorsicht bei Selbstversuchen
Füllen Sie nur bei kalter Anlage, nie über den Höchstdruck und nur, wenn Sie Anleitung und Füllarmatur kennen. Schlauch nach dem Füllen wieder trennen. Sind Sie unsicher, lassen Sie es den Fachbetrieb machen. Auf Wunsch zeigen wir Ihnen das Nachfüllen an Ihrer Anlage vor Ort.
Welches Wasser
Das Füllwasser beeinflusst Korrosion und Kalk in der Anlage. Welche Qualität nötig ist, hängt von Kessel, Werkstoffen und Wassermenge ab (VDI 2035): Richtiges Füllwasser verwenden.
Wann es zu oft ist
Müssen Sie mehrmals pro Heizperiode nachfüllen, lassen Sie die Ursache prüfen. Jede Füllung bringt frisches Wasser mit Kalk und Sauerstoff in die Anlage.
Ausdehnungsgefäß
Ausdehnungsgefäß defekt?
Ein defektes Ausdehnungsgefäß zeigt sich oft an stark schwankendem Druck oder einem tropfenden Sicherheitsventil. Sicher feststellen lässt sich der Zustand nur durch Prüfung.
Typische Anzeichen
Der Druck steigt beim Aufheizen stark an und fällt nach dem Abkühlen deutlich ab. Das Sicherheitsventil tropft. Das Nachfüllen muss häufig wiederholt werden.
Warum es wichtig ist
Das Gefäß nimmt die Ausdehnung des erwärmten Heizungswassers auf. Fällt es aus, belastet das die Anlage und das Sicherheitsventil.
Was wir prüfen
Vordruck, Gefäßzustand, Anschlüsse und Sicherheitsventil. Das weitere Vorgehen nennen wir nach dem Befund im Angebot.
Leckverdacht
Leckverdacht: Wärmebild kann helfen
Sehen Sie kein Wasser und der Druck fällt trotzdem, kann eine verdeckte Leitung undicht sein.
Hinweise auf ein verdecktes Leck
Der Druck fällt, aber an Kessel, Verteiler und Heizkörpern ist nichts feucht. Feuchte Stellen an Wand oder Boden können ein Hinweis sein.
Wärmebild als Hilfe
Bei Verdacht auf ein Heizungsleck kann die Thermografie Hinweise geben: Leckverdacht per Wärmebild eingrenzen.
Grenzen
Ein Wärmebild allein ist kein Nachweis und keine garantierte Ortung. Bei Bedarf empfehlen wir ergänzende Verfahren der Leckortung.
Grenzen
Nicht enthalten
Damit klar ist, was Sie erwarten können: Diese Punkte gehören nicht zur Diagnose bei Druckverlust.
- Leckortung mit Spezialverfahren (wird bei Bedarf empfohlen)
- Reparaturen ohne Ihre vorherige Freigabe
- Verschleiß- und Ersatzteile (separat nach Angebot)
- Zusatzarbeiten ohne vorherige Freigabe
- Anlagen über ca. 100 kW Leistung
- Einsätze außerhalb der Servicezeiten (Mo–Fr 8–16 Uhr)
Unsicher, ob Ihr Anliegen dazugehört? Fragen Sie vorab an.
So arbeiten wir
In vier Schritten zur Ursache
Von der Anfrage bis zum Befund: Sie wissen in jedem Schritt, was als Nächstes passiert.
01
Anfrage mit Druckverlauf
Sie nennen Anlagentyp, aktuellen Druck und wie oft Sie nachfüllen. Wir melden uns am nächsten Werktag (Mo–Fr).
02
Prüfung vor Ort
Wir prüfen Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil und zugängliche Verbindungen und grenzen die Ursache ein.
03
Befund und Angebot
Sie erhalten den Befund. Reparatur, Teile und Zusatzarbeiten erfolgen nur nach Angebot und Ihrer Freigabe.
04
Dokumentation und Übergabe
Sie bekommen das Ergebnis schriftlich. Bei Leckverdacht nennen wir den empfohlenen nächsten Schritt.
Material und Angebot
Das Angebot erstellen wir nach der Diagnose. Verschleiß- und Ersatzteile werden separat nach Angebot berechnet; Zusatzarbeiten nur nach Freigabe.
Mehrere Objekte? Für Vermieter und Verwaltungen gibt es den Objektservice mit Berichten je Anlage.
Servicepaket
Dieses Paket gehört zur Druckverlust-Diagnose
Das Paket führt von der Fehleraufnahme zum Angebot. Das Angebot erstellen wir nach der Anlagenaufnahme. Einmalauftrag oder Vertrag sind möglich.
Störung
Heizungsdiagnose mit Reparaturangebot
Fehleraufnahme, Diagnose im vereinbarten Zeitrahmen, Befund und Angebot für das weitere Vorgehen.
- Störungsdiagnose
- Druckverlust und Warmwasser
- Anlagen, die ein anderer Betrieb eingebaut hat
Reparatur erst nach Ihrer Freigabe.
Angebot nach Anlagenaufnahme
Mehr dazu im Ratgeber
Ausführliche Erklärungen finden Sie in unseren Beiträgen: Heizung wird nicht warm: Ursachen und Selbstcheck, Heizkörper wird nicht warm und Heizung verliert Druck ohne sichtbares Leck.
Fragen & Antworten
Häufige Fragen zum Druckverlust
Warum verliert meine Heizung Druck?
Häufige Ursachen sind ein defektes oder falsch eingestelltes Ausdehnungsgefäß, ein tropfendes Sicherheitsventil, undichte Verbindungen und Armaturen oder Luft in der Anlage, die beim Entlüften entweicht. Auch eine verdeckte Leitung kann undicht sein. Welche Ursache bei Ihrer Anlage vorliegt, klärt die Diagnose. Bis dahin sollten Sie nicht dauerhaft nachfüllen, sondern den Druckverlauf notieren.
Welcher Druck ist richtig?
Das hängt von Anlage und Gebäudehöhe ab. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern liegt der Druck bei kalter Anlage häufig bei etwa 1 bis 2 bar. Maßgeblich sind die Herstellerangabe und der Vordruck des Ausdehnungsgefäßes. Im Betrieb steigt der Druck beim Aufheizen leicht an.
Wie oft darf ich Heizungswasser nachfüllen?
Gelegentliches Nachfüllen, etwa nach dem Entlüften, ist normal. Müssen Sie regelmäßig nachfüllen, lassen Sie die Ursache prüfen. Jede Füllung bringt frisches Wasser mit Kalk und Sauerstoff in die Anlage. Füllen Sie nur bei kalter Anlage und nach der Anleitung Ihres Herstellers.
Woran erkenne ich ein defektes Ausdehnungsgefäß?
Typische Anzeichen sind stark schwankender Druck, ein tropfendes Sicherheitsventil und ein Druck, der nach dem Aufheizen deutlich ansteigt oder nach dem Abkühlen stark abfällt. Sicher feststellen lässt sich der Zustand nur durch Prüfung von Vordruck und Gefäß. Das übernimmt der Fachbetrieb.
Wann sollte der Fachbetrieb kommen?
Wenn der Druck wiederholt fällt, das Sicherheitsventil tropft, Wasser austritt oder die Heizung wegen zu niedrigen Drucks abschaltet. Auch wenn Sie unsicher sind, ob und wie Sie nachfüllen dürfen, ist die Diagnose der richtige Weg. Stellen Sie eine Terminanfrage, wir melden uns am nächsten Werktag.
Hilft Thermografie bei der Lecksuche?
Bei Verdacht auf ein verdecktes Heizungsleck kann ein Wärmebild Hinweise geben, zum Beispiel bei Flächenheizungen. Es ist aber kein alleiniger Nachweis und keine garantierte Ortung. Bei Bedarf empfehlen wir ergänzende Verfahren der Leckortung. Ob ein Wärmebild in Ihrem Fall sinnvoll ist, besprechen wir nach der Diagnose und dem Befund mit Ihnen.
Verwandte Leistungen
Weitere Leistungen bei Druckverlust und Störung
Diese Leistungen ergänzen die Diagnose.
Störungsdiagnose
Die Heizung meldet eine Störung oder fällt aus: Fehlermeldung aufnehmen und Ursache eingrenzen.
Heizungswartung
Bei der Wartung gehören Anlagendruck und Ausdehnungsgefäß zu den Prüfpunkten.
Anfrage
Druckverlust anfragen
Nennen Sie Anlagentyp, aktuellen Druck und wie oft Sie nachfüllen. Wir melden uns am nächsten Werktag und stimmen den Termin mit Ihnen ab.
Direkter Kontakt
Telefon
Servicezeiten
Mo–Fr 8–16 Uhr. Rückmeldung am nächsten Werktag.
Einsatzgebiet
Reichenbach im Vogtland und rund 50 km Umkreis.
